Ausgehend von solistischen Passagen entwickeln sich aus unterschiedlichen kulturell und religiös geprägten Klangsprachen konkrete musikalische Bezüge, die mehrdimensional miteinander verwoben werden; in Begegnungsklanginseln werden solistische Phrasen aufgegriffen, variiert und zwischen den Stimmen weitergeführt. So entstehen verdichtete Klangräume, in denen die Musiker*innen auch im improvisatorischen Miteinander sensibel direkt aufeinander reagieren. Der interreligiöse Dialog vollzieht sich dabei hörbar im musikalischen Material selbst und eröffnet eine nonverbal-unmittelbare, emotionalaffektive Form der Begegnung auf verschiedenen Ebenen. Die Musik wird zum Ort eines Austauschs, in dem Differenz bestehen bleiben darf und zugleich neue Formen von Verbundenheit entstehen.
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